| zurück |
| 3 WM-Punkte für Sascha Plöderl in Oschersleben (2005-08-29) |
| Es fing gar nicht gut an.... Auf der Anreise von Schlüsselberg nach Oschersleben erreichte Sascha Plöderl via Telefon eine schlechte Nachricht : „Den neuen Motor, den wir extra für diesen Tourenwagen-WM-Lauf haben entwickeln lassen, wird leider bis zum Training nicht fertig !“ Damit war klar : Plöderl würden gegenüber seinen direkten Konkurrenten in der „Privatfahrer-Klasse“ rund 30 PS fehlen, gegenüber den Werkspiloten rund 50 PS. “Mehr als ein achtbares Ergebnis – das kann in meinem Fall nur heissen – zweimal ins Ziel zu kommen, auf Fehler der Konkurrenten zu warten und ein, zwei punkte einzufahren, ist da nicht drinnen !“ |
| Plöderl als „Wahrsager“ |
| Sascha Plöderl könnte sich fortan bei jedem Jahrmarkt-Rummel als erfolgreicher Wahrsager verdingen: Denn – wiewohl in allen Trainings-Sitzungen – der einzige Österreicher in der FIA WTCC nie über die Position des Schlußlichtes hinauskam, im Rennen gingen die Uhren anders. Für Plöderl ! Denn der Grieskirchner vom IPZ-Racing Team Alfred Zechmeisters ergatterte im ersten Wertungslauf einen WM-Punkt, im zweiten Wertungslauf, rund eine Stunde später, sogar deren zwei. Fazit : Heimreise mit 3 WM-Punkten aus Oschersleben, insgesamt nach bisher drei WM-Einsätzen in Magny Cours, Imola und Oschersleben ergeben das 4 WM-Punkte. Plöderl : „Aber dazu ,mußte ich gewaltig über die Verhältnisse fahren !“ |
| Glück im Unglück |
| Während der Oberösterreicher mit seinem giftgrünen Ford Focus ST 170 im ersten Durchgang nur eine einzige Schrecksekunde zu überstehen hatte, weil sich direkt vor ihm zwei Konkurrenten eindrehten und von der Bahn kreiselten, blieb dem 33jährigen im zweiten Heat drei Runden von Schluß das Herz stehen: Kurz nach Start und Ziel rollte nämlich das Auto aus. Das Gasseil war – wie sich dann heraus stellte - gerissen. Für Plöderl, der sich zu diesem Zeitpunkt in seiner Wertung bereits bis auf den 4. Rang nach vor gearbeitet hatte (wie die Eurosport-TV-Bilder bewiesen), brach die Welt zusammen. Sein Glück : In der gleichen Runde kreiselten zwei weitere „Kollegen“, die bis zu diesem Zeitpunkt hinter ihm geblieben waren, noch von der Bahn, sodaß Plöderl als Siebenter gewertet wurde. |
| Ende gut – alles gut |
| Ein Resumee könnte lauten : „Ende gut, alles gut !“ Denn der Einsatz von Plöderl beim WM-Match vor fast 50.000 Zuschauern auf den Tribünen war ausschließlich dazu gedacht, Erkenntnisse mit dem neuen Motor und einer neuen Getriebeübersetzung für Plöderls Saisonfinale bei der „Deutschen Produktionswagen Meisterschaft“ im Rahmen der BERU TOP 10 zu erhalten. Dieses Rennen, bei dem der Oberösterreicher trotz verspätetem Einstieg in diese Meisterschaft (erst beim 6. Wertungslauf) noch Dritter im Championat werden könnte, will das IPZ-Racing Team und Rainer Stiefels „RS line“ unbedingt gewinnen. Plöderl : „Es hat ja hier in Oschersleben beim WM-Lauf auch die Übersetzung des Getriebes überhaupt nicht gepaßt, denn die war für den neuen, stärkeren Motor bereits angepaßt. Definitiv waren wir für die uns real zur Verfügung stehende Leistung zu lange übersetzt. Eine zweite entpuppte sich als beschädigt !“ |
| Konzentration auf das Saisonfinale |
| Nun konzentrieren sich die IPZ-Leute auf Plöderls allerletzten Einsatz 2005, das Finale zur „Deutschen Produktionswagen Meisterschaft 2005“ in Oschersleben am |
| 8./9. Oktober 2005 |
| Plöderl gegen Rainer Bastuk, Österreich gegen Deutschland, Ford Focus gegen MG heißt hier das entscheidende Duell, wobei der Schlüsselberger nicht Bastuk als „Angriffsziel“ hat, sondern den bereits als Champion feststehenden Seriensieger aus der Schweiz, Mathias Schläppi. Plöderl : „Ich habe heuer nur ein einziges Rennen wirklich als Sieger beendet, das ist einfch zu wenig. In Oschersleben heißt mein wahres Ziel erster Platz ! Alles andere wäre nach einer derart verkorksten Saison wie 2005 unbefriedigend !“ |
| Redakteur: Claus-Peter Pozdnik |
| zurück |