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| Sascha Plöderl startet bei der 3. IPZ-MÜHLVIERTEL RALLYE (2006-07-08) |
| Für den früheren Rundstreckenstar Plöderl ist im Rallyesport vieles neu: Denn in dieser Motorsportart gilt es, um erfolgreich zu sein, nicht nur schnell am Lenkrad zu kurbeln und einen kräftigen Gasfuß zu haben, sowie Mut und einen ausgezeichneten „Popometer“, sondern auch einen ebenso hervorragend eingestellten Kopiloten. Sieg und Niederlage ist beim Rallyefahren nämlich nicht ausschließlich auf dem Mist des Piloten gewachsen, sondern auf die Zuverlässigkeit beide Personen im Auto, auf ein nahtloses Zusammenspiel beider Leute im Rallye-Cockpit. Während Plöderl bei einer ersten Ausfahrt stets verwundert war, mit welch hohen Geschwindigkeiten die Cracks von Schlage eines „Mundl“ Baumschlager oder Achim Mörtl ihre Autos zwischen Straßengräben und Baum-Alleen durchpendeln, musste er lernen, bei einem ersten Training auf die „Ansage“ seines Kopiloten voll zu vertrauen. Plöderl: „Das war am Anfang das Schwierigste für mich, eine Übereinstimmung der von mir gewählten Geschwindigkeit insofern zu verändern, als dass da nicht mehr ich das Tempo vorgebe, sondern der Beifahrer mit seiner Ansage. Der sagt via Gegensprechanlage zum Beispiel „Kuppe voll – Dritte recht 60 – 100 voll – bremsen – zweite halbvoll“ und ich habe da zu reagieren, indem ich nach Vollgas über eine unübersichtliche Kuppe voll auf die Ansage meines Kopiloten vertraue, dann in den dritten gang runterschalte und ca. eine 60-gradige Rechtskurve zu fahren habe, darauf kommt eine Gerade mit 100 Meter Länge mit Vollgas, dann heißts bremsen und mit dem zweiten gang mit Halbgas um eine Kurve. Das höre ich alles zu einem Zeitpunkt, bevor ich selbst die Gegebenheiten wirklich sehe.“ Eine kräftige Umstellung. Verständlich, dass Saschas Pressechef Claus-peter Pozdnik, seit rund 40 Jahren im Rallyesport engagiert und in den späten 60er Jahren selbst mit zwei Rallye-Staatsmeistern aktiv in dieser Sparte unterwegs von einer „Dreidimensionalen Agitation“ beim Rallye spricht und die Rennfahrer auf der Rundstrecke nur als „zweidimensionale Bleifüße“ apostrophiert. Unser Bild zeigt Plöderl beim Erstellen eines Roadbooks, aus dem der Kopilot bei der Rallye dem Piloten die Gegebenheiten vorliest. |
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| Redakteur: Claus-Peter Pozdnik |
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