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| Die PS-Vergangenheit des Sascha Plöderls (2006-07-27) |
| Der wohl interessanteste „Rallye-Neuzugang“ des Jahres ist der gebürtige Schlüsselberger Sascha Plöderl. Während der letzten 6 Jahre war der bei IPZ hauptberuflich beschäftigte 32jährige im in- und ausländischen Tourenwagen-Rennsport erfolgreich aktiv. Begonnen hat er in der ÖTC, also der einstigen „Österreichischen Tourenwagen Challenge“ mit einem Honda Integra des Hoffmann Racing Teams, was dem PS-Neueinsteiger am Ende des Premierenjahres sofort den dritten Rang in der Meisterschaft erbrachte. Nach Unstimmigkeiten zu Beginn des zweiten Jahres wechselte man das Team und geigte fortan mit einem damals neuen Honda Civic auf Salzburg-, Hungaro- und A1-Ring, in Brünn und Slowenien. Wiewohl Plöders erste Poleposition und erste „schnellste Runde“ in diesem Jahr eine Aufwärtsentwicklung kennzeichnete, am Ende des Jahres musste der Oberösterreicher neuerlich mit Rang drei im Championat vorlieb nehmen, weil die neue Technik zu oft einen Streich spielte. Im dritten Jahr der ÖTC schien Plöderl dann permanent in der ersten Startreihe auf, gewann mehrere Rennen, fuhr öfters „schnellste Runden“ und sah am Ende der Saison um lächerliche zwei Punkte den Titel entschwinden. Als Vicechampion ging das IPZ Racing Team dann nach Deutschland „in die Höhle des Löwen“: Clio-Cup! Das hieß: 35 Verrückte pro Rennen am Start, die lieber einen Totalschaden auf der Piste ließen, als einen Zentimeter nachzugeben. Das hieß – im Gegensatz zur ÖTC – wo Plöderl höchstens mit drei gleichwertigen Gegnern zu kämpfen hatte, plötzlich zwei Dutzend „Sebstmörder“ als Konkurrenten zu haben. Und Blechschäden in Serie ! Und während bei den ersten Rennen der IPZ-Bleifuß bewies, dass er zu den Schnellsten zu zählen war, wurden zermürbende technische Probleme und die sonst Plöderl gar nicht abgeneigte Damenwelt zum „Großen Stolperstein der Saison“ : Sascha wurde mit in führender Position von zu überrundenden Ladies dreimal „abgeschossen“, weitere Crashes mit Gegnern im Kampf um Stockerlplätze ließen einen Rang im Spitzenfeld der Serie im ersten Jahr nicht mehr zu. Im Vorjahr wollte man neuerlich wechseln und in der „Deutschen Produktionswagenmeisterschaft“ Fuß fassen, aber aufgrund der Tatsache, dass sich zu Beginn der Saison nur 6 Teams wegen der teuren Technik dem Ablauf stellten, wechselte man mit einem Ford Focus gleich in die Tourenwagen-Weltmeisterschaft, die ursprünglich das Ziel für 2006 gewesen wäre. Drei, vier Rennen waren geplant, wobei bereits im französischen Magny Cours feststand, dass die Power des Focus mit jener der Alfas, BMW’s und Seats nicht mithalten konnte. In Imola gab es dann – weil Plöderl permanent am Limit fuhr – einen TV-gerechten Doppelsalto vor Millionenpublikum und fast einen Totalschaden, der dem Team immerhin rund 80.000,-- Euro kostete. Obwohl man in der DPM bereits 5 Rennen ausgelassen hatte, bestand die leise Hoffnung – beste Resultate vorausgesetzt – auch bei Entritt in der zweiten Jahreshälfte noch Dritter im Championat zu werden. Plöderl konnte die WTCC-Pechserie bei der Deutschen Meisterschaft beenden und wurde wirklich Dritter, was ein letztes Antreten bei der WTCC in Oschersleben erbrachte, wo man mit dem Ford Focus selbst bei der WM noch zu Punkten kam. Für 2006 war eine berufsbedingte „Pause“ angesagt. Das nun Plöderl dennoch ein Comeback in den Motorsport einplanen konnte, noch dazu im eher zeitaufwändigen Rallyesport, liegt an der Tatsache, dass Plöderls Chef sich entschloss, „es erstmals als Sponsor mit der Mühlviertel-Rallye zu versuchen“ und da natürlich auch ein „eigenes Team“ vor Ort sehen wollte. Sollte Plöderl bei seiner Rallye-Premiere „halbwegs gute Figur machen“, würde das bedeuten, dass Sascha dem Rallyesport erhalten bliebe. |
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| Redakteur: Claus-Peter Pozdnik |
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