zurück   
PLÖDERL wechselt zum Championat   (2006-09-06)
Meisterschafts-Premiere zu Saisonende im Waldviertel für Sascha

Damit könnte nun endgültig die „Metamorphose“ vom Renn- zum Rallye-Piloten vollzogen sein : Sascha Plöderl wird Ende Oktober bei der zur Österr. Rallye-Staatsmeisterschaft zählenden „OMV – WALDVIERTEL – RALLYE 2006“ starten.

Plöderls Fronten-Wechsel von der Rundstrecke zur Drift-Welt vollzog sich ja bekanntlich bei der „3. Nat. IPZ – MÜHLVIERTEL – RALLYE 2006“ nicht nur äußerst spektakulär, sondern auch sehr erfolgreich: Denn der 33jährige Schlüsselberger wurde mit einem bereits gut 10 Jahre alten Mitsubishi Evo III zusammen mit seinem Kopiloten Mario Fahrnberger sensationell Vierter dieser TRT-Veranstaltung, der rund 25.000 Zuschauer bewohnten.

Aufgrund dieses für Freund und Feind unerwarteten Erfolgs des sympathischen Glühfixes stand fest, dass man 1.) Rallye-Blut geleckt hatte und 2.) mit dem Start bei einem Meisterschaftsbewerb auch eine neue, vor allem wesentlich größere Herausforderung vorzufinden bereit ist.

Die „OMV – Waldviertel“ – früher noch als „Semperit“ legendär geworden – gilt als eine der schwierigsten Rallye-Veranstaltungen zwischen Boden- und Neusiedlersee.
Heuer wird diese auf insgesamt 3 Tage anberaumte Rallye, bei der zwei volle Tage Vollgas gegeben wird, als Meisterschaftsfinale gefahren. Gleichzeitig allerdings wird auch der letzte Lauf zur „Austrian Rallye Challenge“ ausgetragen, also der „National-Liga“ der Drifter. Diese jedoch dauert nur einen vollen Tag.

Das besondere – zumindest aus der Sicht Sascha Plöderls – ist die Tatsache, dass der Rundstrecken-Spezialist zwar sein Können auf Asphalt stets optimal ausspielen konnte, bislang jedoch noch nie auf Schotter, Schnee oder Eis Vollgas gegeben hat.

Mit neuen Streckenpassagen ist die „OMV – Waldviertel – Rallye“, bei der Insider nicht nur Österreichs WM-Zampano Manfred Stohl erwarten, sondern auch etliche Champions aus den angrenzenden Nachbarstaaten mit einer Reihe WRC- und Gruppe-A- Boliden, größtenteils eine „Schotter-Rallye“. Also Neuland für Plöderl.

Dazu kommt, dass der IPZ-Primus nicht mit seinem bereits gewohnten Kopiloten (Mario Fahrnberger) fahren wird, weil dieser zusammen mit Franz Sonnleitner unterwegs ist, sondern mit der Linzerin Mag. Isabella Landl, hauptberuflich in der Marketingstabs-Stelle der Plus City Pasching. Die bildhübsche und gescheite Blondine hat heuer fast gleichzeitig mit Plöderl bei einer TRT – Nachwuchsschulung mitgemacht und bewiesen, dass nicht umsonst immer öfter immer mehr Ladies auf dem berühmt-berüchtigten „heissen Sitz“ gekonnt Platz nehmen dürfen.

Auch Mag. Landl hat natürlich bereits etliche Kilometer an Erfahrung im Rallyesport gesammelt. Auch ihre Premiere fand bei der IPZ-Mühlviertel-Rallye statt, wobei die ehrgeizige Kopilotin bis zum Ausfall wegen technischen Problemen am Mazda 323 zusammen mit ihren Piloten Severin Katzensteiner für ausnehmend gute Zeiten sorgen konnte.

Plöderl : „Der Start bei der wahrscheinlich schwierigsten Rallye Österreichs ist mit einem Sprung vom 10-Meter-Turm ins eiskalte Wasser zu vergleichen. Aber, da ich ja in weiterer Folge mehrere Rallye-Veranstaltungen pro Jahr zu fahren gedenke, ist es besser, gleich bei einem Lauf, bei der sich die „Chefpartie“ tummelt zu agieren, als sich gemütlich langsam von unten hinauf zu dienen. Durch die Technik, die mir zur Verfügung steht, darf ich mir sowieso nicht träumen lassen, unter die besten Fünfzehn zu kommen. Definitiv wäre ein Rang zwischen Platz 16 und 20 mindestens so gut anzusehen, wie mein Rang vier bei der Challenge in Perg !“

Sascha bei der Mühlviertelrallye
Redakteur: Claus-Peter Pozdnik
zurück