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TRÄUME SIND KEINE SCHÄUME !   (2008-05-22)
Plöderl / Glaser möchten erneut in die Top 10 bei Castrol-Rallye

Das neue Rallye-Duo SASCHA PLÖDERL / ALFRED GLASER wollen auch bei der „Castrol-Judenburg-Pölstal-Rallye 2008“ am kommenden Wochenende erneut die Sensation für ein „Kücken-Rallyeteam“ schaffen und werden versuchen, erneut einen Platz in den Top-10 zu erreichen.

Wiewohl Plöderl zu Beginn des Jahres bewusst nicht die Österr. Rallye-Staatsmeisterschaft als Jahresprogramm eingeplant hatte, weil ihm die Konkurrenz der heimischen Chefpartie im 2. Jahr seiner Driftambitionen zu schwer erschien und er zunächst sein Revier im Mitropa-Cup fand, war das Endranking bei der „Lavanttal“ für den Oberösterreicher so erfreulich, dass er die darauf folgende „Bosch“ überraschend anstatt eines Mitropa-Cup-Laufs in Slowenien einplante. Und als Plöderl – erstmals mit erneut neuem Kopiloten- auch auf dieser extrem schwierigen Veranstaltung seine „Matura“ als Rallyepilot absolvierte und definitiv Zehnter im Gesamtklassement bei vollster und bester Besetzung der heimischen Garde werden konnte, war klar, dass vom „Mitropa Cup“ fortan keine Rede mehr sein sollte.

“Normalerweise sind bekanntlich „Träume Schäume“. Mir gelang es, dank meines neuen Kopiloten, die Träume Realität werden zu lassen und in einer Rallye Ränge zu erreichen, für die andere ein, zwei Jahre benötigten“, meinte der von Grieskirchen nach Eferding (def. Pupping) übersiedelte ehemalige heimische Rundstrecken-Star.

“Und nun geht’s wieder zum Österreich-Ring“ und dort eben wird ja auch eine SP gefahren“, erinnert sich Plöderl an die Tatsache, dass er definitiv

„der letzte Tourenwagen-Sieger des Rings“
war und gleich zweimal mit dem Honda als Erster die Ziellinie kreuzte.“ Noch rätselt seine technische Betreuung, das niederösterreichische „Rallye Team Grabner“, welche Wette sich Plöderl diesmal einfallen lassen wird, gelänge es ihm erneut, im Beisein von Baumschlager, Waldherr, Rosenberger, Stengg, Wittmann, Harrach, Saibel, Grössing, Kovar, Danzinger und Benedikt vorne mit dabei zu sein.

In der Steiermark gab es ja nicht nur die JUBELSTIMMUNG nach der Rallye, als Plöderl & Glaser – nur mit der Rennunterwäsche – angesichts des unerwarteten Top-Rankings in den Top 10, in den eiskalten Schotterteich durch die verlorene Wetteinlösung „untergingen“. Sollten die beiden Jung-Drifter erneut eine ähnliche Sensation In Judenburg schaffen, gibt’s sicherlich erneut eine tolle Überraschungseinlage.

Plöderl : „Natürlich wird’s von Rallye zu Rallye schwieriger, die in mich gesetzten Erwartungen vom Team, von den Sponsoren, aber auch von den Medien zu erfüllen. Denn meine direkten Gegner, die ebenso wie ich trachten, in die Top-12 zu kommen, haben bereits die Erfahrung und den Vorteil von 10 und mehr Jahren Rallyefahren.“

Allerdings......

Plöderl ist sich jedoch auch bewusst, schon in jener Zeit bei der Österr. Tourenwagen-Meisterschaft und später bei der Tourenwagen- Weltmeisterschaft von seinen Teamchefs immer für seine atemberaubend schnelle „Lernauffassung“ gelobt worden zu sein. Plöderl : „Erst seit der Bosch habe ich das Gefühl, mein Auto besser zu verstehen. Bis zur Halbzeit der Bosch-Rallye fuhr das Auto mit mir, seitdem ich jedoch ich selbst immer mehr mit dem Auto !“

Erklärt ist das einfach : Plöderl lernte zu verstehen, wie Reifen-Profilwahl, Reifendruck, Reifentemperatur und der spürbare Gripp „Äusserungen von sich geben“, die ihm je nach Situation erlauben, mehr oder minder angriffslustiger zu werden, oder „taktisch“ zu bleiben.

In der Steiermark waren Plöderl/ Glasers Zeitrückstand auf Baumschlager mit mehr als 7,5 Minuten noch eher desillusionierend. Plöderl : „Sollte es mir gelingen, aufgrund der bisher erlernten Erfahrungswerte da und dort konstant immer ein paar Zehntel-Sekunden gut zu machen, könnte sich der Rückstand hier in Judenburg auf 5 Minuten verringern, das wäre ein Riesenschritt in die richtige Richtung. Denn am Ende des Jahres, möchte ich den Rückstand auf meine direkten Mitsubishi-EVO-Konkurrenten auf 3,5 Minuten reduziert wissen.

Sicherlich sind für die beiden „Jungdrifter“ neue Rallye-Strecken hinsichtlich des Wissens ihrer direkten Mitbewerber um die Top-10-Zeiten ein arges Handicup :

Plöderl meint, dass alleine die optimalen Voraussetzungen der Streckenkenntnisse bei einer SP bis zu fünf, sechs Sekunden betragen dürften. Plöderl : „Alleine die hundert Möglichkeiten, Kurven optimal zu cutten, erbringt ein Zeitenminus von -zig Sekunden, die man mit Gasgeben nicht aufholen kann. Wenn ich zwei-, dreimal zuvor die SPs abfahre, sieht man nicht, wo „gecuttet“ wird, erst wenn ich dann zum ersten Mal über die SP blitze, merke ich durch die Reifenspuren im Gras, wo die Gegner Zeit geholt haben. Beim zweiten „Durchgang“ cutte ich dann auch. Und damit ist man bei einer SP, wo mehrere Dutzend Mal gecuttet wird, ebenfalls um Häuser schneller !“

Plöderl’s Erwartungshaltung für den kommenden Freitag und Samstag :

„Mit einem Rang unter die besten 12 erneut für Überraschung und Aufmerksamkeit sorgen !“

Sascha und Alfred beim Bad in der Menge
Redakteur: Claus-Peter Pozdnik
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